Disponent werden – ein Job für echte Organisationstalente

Der Wunsch nach Abwechslung, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ein Faible für wirtschaftliche Vorgänge – diese Bedürfnisse erfüllt der Beruf Disponent. Im Folgenden möchten wir vorstellen, was sich genau dahinter verbirgt und wie sich dieser Berufsweg einschlagen lässt.

Das macht ein Disponent

Der Beruf Disponent bezieht sich auf den Begriff Disposition. Dieser stammt aus dem Lateinischen und bedeutet unter anderem Anordnung, Aufteilung und Gliederung. Im Kontext eines Unternehmens hängt der Begriff mit wirtschaftlichen Vorgängen, wie beispielsweise der Logistik zusammen.

Die Aufgabe von Disponenten besteht darin, diese zu organisieren und zu koordinieren. Es handelt sich also um eine sehr verantwortungsvolle Position, die sich an wahre Organisationskünstler richtet.

Langeweile? Fehlanzeige! – Was den Beruf Disponent so spannend macht

Der Job des Disponenten zeichnet sich besonders dadurch aus, abwechslungsreich zu sein. Das liegt zum einen daran, dass er in vielen Branchen vorkommt. Zum anderen auch an den unterschiedlichen Aufgabengebieten, mit denen ein Disponent betraut ist. In dem Bereich, in dem sie zum Einsatz kommen, überwachen und koordinieren Disponenten die zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Sie übernehmen die Verantwortung dafür, bestimmte Bereiche, wie beispielsweise das Lager zu verwalten. In diesem Zusammenhang kontrollieren Sie auch Liefertermine, Liefermengen und Lagerbestände. Zudem sind sie dafür zuständig, Aufträge anzunehmen und zu koordinieren. Dafür müssen Sie auch Angebote einholen und Preisvergleiche vornehmen.

Disponenten sind für viele Kontakte der direkte Ansprechpartner. Das bezieht sich neben Kollegen beispielsweise auch auf Geschäftspartner wie Lieferanten oder Kunden. Disponenten müssen das ihrem Bereich unterstehende Personal einteilen. Vieles in ihrem Berufsalltag hängt daher von einer beständigen und klaren Kommunikation ab.

Alle hier genannten Aufgaben finden immer vor dem Hintergrund von Genehmigungen und Behördenauflagen statt. Disponenten tragen demnach in mehr als einer Hinsicht die Verantwortung dafür, für reibungslose und effiziente Abläufe zu sorgen. Das setzt natürlich ein hohes Maß an Belastbarkeit voraus. Wer damit umgehen kann und sich für die abwechslungsreichen Aufgaben begeistert, schlägt als Disponent einen spannenden Berufsweg ein.

Disponent werden – so klappt es

Eine offizielle, einheitliche Ausbildung gibt es für Disponenten nicht. Wer sich für diesen Beruf interessiert, absolviert üblicherweise zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Ein Beispiel hierfür wäre die zum Transportlogistiker. Anschließend kann man sich mithilfe einer Weiterbildung auf den Job spezialisieren.

Zusätzlich zur dreijährigen Ausbildung kommen dafür je nach Anbieter noch einige Tage oder Wochen hinzu. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob die Weiterbildung separat oder berufsbegleitend erfolgt.

Den einen idealen Bildungsweg für den Beruf Disponent gibt es also nicht. Wohl aber einige Anforderungen, die Interessierte mitbringen sollten. Dazu gehören – neben dem offensichtlichen Organisationstalent – beispielsweise:

  • Verhandlungstalent
  • eine sehr ausgeprägte Teamfähigkeit
  • Kommunikationstalent
  • hohes Maß an Eigenverantwortung
  • strategisches Denken
  • gute Kenntnisse von berufsrelevanter Software wie ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning)
  • sehr gute Englischkenntnisse und idealerweise weitere Fremdsprachenkenntnisse

Welche Gehaltsvorstellungen für Disponenten realistisch sind

Disponenten rechnen üblicherweise mit einem Jahresgehalt von mindestens 30.000 Euro. Wie in so vielen Berufen variieren die Gehälter natürlich je nach Branche und Unternehmensgröße. Auch, wie umfassend das Aufgabengebiet tatsächlich ausfällt, spielt eine wichtige Rolle.

Wer sich beispielsweise auf die Logistik konzentriert, kann laut der Jobbörse Stepstone mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 37.600 Euro rechnen. In jedem Fall ist der Job sehr anspruchs- und verantwortungsvoll. Daher lohnt es sich bei der Jobsuche immer, die finanziellen Konditionen einzelner Unternehmen miteinander zu vergleichen. So gelingt auch in dieser Hinsicht ein erfolgreicher Einstieg in den Beruf.

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